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Das Gebäude Audimax der Universität vor und nach der Restaurierung

Als Ausweichmöglichkeit diente Greifswald im 15. Jahrhundert als Ersatzstätte der Rostocker Universität, die ihren Dienst wegen innerstädtischer Unruhen nicht weiterführen konnte. Nach fünf Jahren konnten die Studenten zurückkehren. Doch der amtierende Greifswalder Bürgermeister Heinrich Rubenow wollte nicht, dass Greifswald lediglich befristete Universitätsstadt ist und beschloss kurzerhand die Gründung einer eigenen Universität im Jahre 1456.

Das Auditorium Maximum, unter Studenten auch einfach nur Audimax genannt, ist zentrales Vorlesungsgebäude der Universität in Greifswald in der Rubenowstraße. Nun, nach langer Sanierungs- und Modernisierungsphase erstrahlt es wieder im neuen Glanz. Zwischen 1884 und 1886 entstand das Hauptgebäude und verfügte über 400 Sitzplätze. Die denkmalgeschützten Tische und Stühle sind bei der Sanierung erhalten geblieben und wurden ausgiebig restauriert, die Hörsäle dagegen wurden mit neuester Technik, wie Lautsprechern und Projektoren, sowie Klimaanlagen ausgestattet. Insgesamt 2,335 Millionen Euro hat die Restaurierung gekostet.

Im Gebäude des Audimax kann man auch heute noch den Karzer finden. Früher war es üblich Studenten wegen kleinerer Vergehen direkt der Gerichtsbarkeit der Universität zu unterstellen und im Karzer zu inhaftieren. Von 1885 bis 1914 wurden immer wieder Studenten darin eingesperrt. Damals war es Ehrensache unter den Studierenden mindestens einmal eine Karzerstrafe abgesessen zu haben. Noch heute sind als Beweis für die rege Benutzung des Karzers an den Wänden die historischen Malereien der Insassen zu finden.

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