Gebürtiger Greifswalder Eisläufer R.Szolkowy gewinnt mit Partnerin Aljona Sawtschenko die Nebelhorn-Trophy 2008 in Oberstdorf. Nach den EM- und WM-Erfolgen 2008 stehen nun die Titelverteidigungen im Vordergrund ...
Mit einem ersten Platz bei der Nebelhorn-Trophy in Oberstdorf gelang dem gebürtigen Greifswalder und jetzigen Chemnitzer Robin Szolkowy gemeinsam mit seiner Partnerin Aljona Sawtschenko ein gelungener Einstieg in die vorolympische Saison 2008/09. In 18 Monaten, mit den Olympischen Winterspielen in Vancouver 2010, wird es dann den Höhepunkt für das Duo geben. Doch bereits in diesem Jahr ging es für Robin und Aljona sehr „goldig“ zu: Mit Ausstrahlung, Anmut und Kampfgeist konnte das deutsche Eis-Duo Aljona Sawtschenko und Robin Szolkowy das schier Unmögliche realisieren und nach dem etwas unglücklich verlaufenen Kurzprogramm noch den WM-Titel im Paarlaufen erringen.Vor rund 8200 Zuschauern liefen die Zwei eine anspruchsvolle und choreographisch sehr überzeugende Kür nach der Musik aus dem “Cirque du Soleil” und fingen damit die bis dato führenden Chinesen Zhang Dan sowie Zhang Hao noch ab.
Mit dem WM-Gold von Göteborg schaffte der gebürtige Greifswalder Robin Szolkowy (29 Jahre) eine Premiere für unser Bundesland.Erstmals gelang es einer Eiskunstläuferin bzw. einem Eiskunstläufer aus M-V, eine Goldmedaille bei einer WM im Eiskunstlaufen zu erkämpfen.
Zuvor hatte ein Rostocker dieses Unterfangen knapp verfehlt. Rolf Oesterreich wurde mit seiner Partnerin Romy Kermer 1975/76 jeweils zweimal Vize-Weltmeister.Die Kür bei den WM 2008 in Göteborg hatte hingegen ihre eigene Dramatik. Eigentlich wirkte das deutsche Traum-Paar sehr sicher, aber für einen Moment stockte den Fans der Atem - als die Beiden beim dreifachen Salchow zu Fall kamen …“Den Bruchteil einer Sekunde, beim Salchow, zweifelte ich. Aber ich war sofort wieder da. - Erst am Ende wird die Rechnung gemacht !”, meinte der damals noch 28jährige Greifswalder, der für Chemnitz startet, nach dem Mißgeschick.Für seine Partnerin Aljona Sawtschenko ging mit dem Titel “ein Kindheitstraum in Erfüllung, den sie bei Olympia 2010 in Vancouver gern wiederholen möchte”. Zumindest der Auftakt in die neue Eislauf-Saison gelang furios: Nach der Kür-Musik zum Film „Schindlers Liste“ gelang ihnen ein fast perfekter und sehr emotionsreicher Erfolg in Oberstdorf. Dramatik gab es dieses Mal nur „hinter den Kulissen“: Fast wären ihre „sportliche Garderobe“ zu spät eingetroffen. Doch bekanntlich gilt: Ende gut, alles gut !
Übrigens: Zuvor war das Eis-Paar Mitte September in Berlin mit dem renommierten Medienpreis „Goldene Henne“, zum Gedenken an die beliebte Entertainerin Helga Hahnemann, geehrt worden. Die erfolgreichen Eisläufer nahmen ihre Preise in der Kategorie „Sport“ bei einer Gala im Friedrichstadtpalast entgegen.
Die absoluten Saison-Höhepunkte für den Greifswalder und seine Partnerin sind die Europameisterschaften in Helsinki vom 19. bis 25.Januar 2009 in Helsinki und die Weltmeisterschaften vom 23. bis. 29.März 2009 in Los Angeles. Robin und Aljona wollen dort beide 2008 erkämpften Titel verteidigen.
Marko Michels