Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) hat eine bessere Vermarktung des Wirtschaftsstandorts
Ostdeutschland gefordert.
"Wir haben im Osten zu lange darüber geredet, wo die Schwächen sind, wir müssen jetzt unsere Stärken anschauen", sagte der neue Vorsitzende des SPD-nahen Forums Ostdeutschland am Dienstag im Inforadio des RBB.
Er verwies dabei auf den VW-Konzern, der sowohl sein Logistikzentrum als auch sein Design-Zentrum nach Ostdeutschland verlegt habe. VW habe dies wegen der besonders guten Bedingungen im Osten Deutschlands getan.
Ostdeutschland müsse bis 2019 nicht nur auf eigenen Beinen stehen sondern auch laufen lernen. Dann endet der Solidarpakt II. "Danach wird uns keiner mehr was geben".
Platzeck war am Montag zum Vorsitzenden des Forums Ostdeutschland der Sozialdemokratie gewählt worden. Er übernahm das Amt von Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD), der dem Gremium seit seiner Gründung 1996 vorgestanden hatte. Zudem wurde der gesamte Vorstand neu bestimmt. Das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden hat künftig Leipzigs Oberbürgermeister Wolfgang Tiefensee inne.