Der Winterdienst in Greifswald ist am Rande seiner Belastbarkeit: „Es ist zu viel Schnee auf einmal in zu kurzer Zeit“, sagte Dieter Schick, Abteilungsleiter für die Unterhaltung der öffentlichen Verkehrsanlagen: „Für die Aufgaben haben wir einfach nicht genug Technik und Personal“. So seien am Wochenende drei Multicar wegen technischer Schäden ausgefallen. „Seit Samstag setzen wir nun auf die Hilfe anderer Firmen“, so Uwe Adam, Leiter des Bauhofs: „ASA Bau unterstützt uns mit zwei Radladern und einem Lkw. Mit den Fahrzeugen wurde gestern die Ladebower Chaussee geräumt, derzeit sind sie in der Schönwalder Landstraße unterwegs.“ Firma Milbratz habe einen Radlader zur Verfügung gestellt.
Dieter Schick: „Der Winterdienst hat versucht, die Hauptstraßen so gut wie möglich zu räumen, jetzt werden die Nebenstraßen Stück für Stück geräumt.“ Erst wenn das erledigt sei, werde ein Teil der Schneemassen abtransportiert. Dies betrifft vor allem die Europakreuzung. Der Schnee wird auf den Bauhof gebracht.
In der Innenstadt gibt es inzwischen auch ein Problem mit öffentlichen Parkplätzen. Wie die Parkraumbewirtschaftungsgesellschaft mitteilte, sind sowohl die Tiefgarage am Markt als auch an der Dompassage voll. Diese sollte nicht mehr angefahren werden! Die Innenstadt sei bereits verstopft, weil viele Autofahrer versuchten, vor allem in die Tiefgarage am Markt zu fahren. Der Rückstau reiche bereits bis in die Bahnhofstraße.
Beim Parkplatz am Theater sei in den Morgenstunden die Technik ausgefallen. Die Schneelast auf der Zählschleife sei zu hoch gewesen, so dass zu viele Autos registriert wurden und sich die Schranke deshalb nicht mehr öffnete. Der Fehler sei inzwischen aber behoben.
Die Umweltabteilung appelliert an die Greifswalder, keinen Schnee in den Ryck zu kippen. Dieser sei mit Salz und Schmutz belastet.