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26.02.10 13:55

Orpheus und Eurydike - Tanzoper von Ralf Dörnen

Kategorie: Kultur

Samstag, 27. Februar, 19.30 UhrTheater Stralsund (Großes Haus)

Musik von Christoph Willibald Gluck
Libretto von Ranieri de’ Calzabigi

In italienischer Sprache

Musikalische Leitung: Per-Otto Johansson
Choreographie und Inszenierung: Ralf Dörnen
Bühne: Hans Winkler
Kostüme: Claud
ia Kuhr
Gesangssolisten: Wiebke Damboldt, Anette Gerhardt, Eva Resch
Chöre: Thomas Riefle

Mit: Paloma Figueroa, Margaret Howard, Ayako Nomura, Yoko Osaki, Vanessa Perrier, Khrystyna Polyanska, Virginia Segarra Vidal; André Luiz Costa, Janos Andreas Frydenlund, Marc Ibáñez, Armen Khachatryan, Simon Kranz, Emmanuel Roy, Alexander Simpkins; Opernchor des Theaters Vorpommern; Philharmonisches Orchester Vorpommern

Griechenland. Am Grabmal von Eurydike beklagt Orpheus ihren Tod. In wildem, herzzerreißendem Aufbegehren fordert er die Geliebte von den Göttern zurück. Da erscheint Amor mit der Botschaft der Götter, Orpheus könne selbst in die Unterwelt hinabsteigen, um Eurydike dort aus der Herrschaft der Schatten zu befreien. Aber er dürfe sie nicht ansehen, bevor er das Tageslicht mit ihr erreicht habe. Orpheus überwindet alle Hindernisse, jedoch Eurydikes Verdacht, er liebe sie nicht mehr, weil er sie keines Blickes würdigt, kann er nicht standhalten: Er sieht sich zu ihr um und verliert sie aufs Neue...

„Orfeo ed Euridice“ gehört zu den bedeutendsten Opern des 18. Jahrhunderts. Christoph Willibald Gluck (1714-1787) und sein Textdichter Calzabigi haben mit ihr erstmals die Konventionen der Opera seria durchbrochen. Gluck komponiert liedhafte und klare Formen anstelle von artifiziellen Arien und Ensembles. Ein gradliniger Handlungsverlauf ohne komplizierte Intrigen und eine drastisch verringerte Zahl der Protagonisten (Orfeo, Euridice, Amor) ist das, was Calzabigi zur Erneuerung der Oper beiträgt.

1975 choreographierte und inszenierte eine der weltweit wirkungsmächtigsten Choreographinnen, die jüngst verstorbene Pina Bausch, Glucks „Orpheus und Eurydike“ im Tanztheater Wuppertal. An der Pariser Oper wurde diese Produktion erstmals 1993 gezeigt; 2005 wurde sie von Pina Bausch mit dem Ballet de L’Opéra national de Paris neu einstudiert.

De nackte Wahnsinn
Komödie nach Michael Frayn

Späldäl

Sonntag, 28. Februar,15:00 und 19.30 Uhr
Theater Stralsund (Großes Haus)

Regie: Holger Schulze

Ins Niederdeutsche übertragen von Karl Peplow

Pünktlich zum 90. Geburtstag der „Plattdütsch Späldäl“ bringt die Truppe ein Stück heraus, das sich mit dem Theater selbst befasst. Es zeigt, die Arbeit an einer Komödie, die zum blanken Chaos wird. Die Akteure spielen dabei sich selbst. Dass “große Kunst“  nur aus tiefsten Leiden geboren werden kann, muss Regisseur Holger Schulze am eigenen Leib erfahren, als er mit der Gruppe das Boulevardstück »Nackte Tatsachen« einzustudieren versucht. Die Generalprobe wird zum Fiasko, und so entwickelt sich der alltägliche Wahnsinn im Kampf mit rivalisierenden Darstellern, begriffsstutzigen Bühnenkräften, den Tücken der Technik und einer nicht enden wollenden Menge an Sardinen. Ein Alptraum für Theatermacher, geschähe es wirklich; ein Hochgenuss für Zuschauer, denn noch mehr Turbulenz, Irrwitz und Chaos, kurz: Noch mehr Komödie geht nicht. Ein höchst amüsantes Stück über den verrückten Alltag am Theater. Grundlage für den Theaterspaß ist die 1982 von Michael Frayn geschriebene Kult-Komödie „Der nackte Wahnsinn“.

5. Philharmonisches Konzert
Sinfonische Märsche

Mittwoch, 3. März, 19.30 Uhr
Donnerstag, 4. März, 19.30 Uhr
Theater Stralsund (Großes Haus)

Jeweils um 18.30 Uhr findet eine Einführung statt.

Den Auftakt des Abends bilden Paul Hindemiths „Sinfonische Metamorphosen über Themen von Carl Maria von Weber“. Dieses 1943 entstandene Werk gehört zu den heitersten und hörerfreundlichsten Werken Hindemiths.

Richard Strauss schrieb seine „Metamorphosen für 23 Solo-Streicher“ 1945, in einer Zeit, als er alles verloren glaubte: seinen guten Ruf, seine Ideale und Wertvorstellungen, seine Wirkungsmöglichkeiten. Sie sind ein Abgesang der Trauer auf eine in Trümmern versunkene Kultur.

Zum Abschluss erklingt Ludwig van Beethovens 3. Sinfonie, „Eroica“, die er in Begeisterung für die Ideale der französischen Revolution komponierte und Napoleon, einem in seinen Augen exemplarischen Vertreter des neuen „titanischen“ Menschentums, widmete. So entstand ein Werk, das an Umfang, Schwierigkeitsgrad und Komplexität der Themenverarbeitung seinerzeit ohne Vorbild war.

Philharmonisches Orchester Vorpommern; Dirigent: Roger Epple

3. „Kultur und Meer“ Konzert
Ein Abend im Dreivierteltakt

Freitag, 5. März, 20.00 Uhr

Ozeaneum (Ausstellungshalle „1:1 – Riesen der Meere“.)

Die Solisten Anette Gerhardt, Eva Resch und Noriyuki Sawabu und das Philharmonische Orchester des Theaters Vorpommern gestalten ein beschwingtes und spritziges Konzert im faszinierenden Ambiente der Ausstellungshalle „1:1 – Riesen der Meere“, wobei die Musik im Dreivierteltakt im Zentrum des Geschehens stehen wird. So erklingen u. a. Evergreens wie Carl Michael Ziehrers „Herrreinspaziert!“, Émile Waldteufels herrliche Walzer „Schlittschuhläufer“ und „España“, Johann Strauß’ „Als flotter Geist“, Robert Stolz’ „Im Prater blüh’n wieder die Bäume“, Franz Lehárs „Schön ist die Welt“ sowie natürlich der Walzer aller Walzer: Johann Strauß’ „An der schönen blauen Donau“.

Solisten: Anette Gerhardt, Sopran; Eva Resch, Sopran; Noriyuki Sawabu, Tenor

Philharmonisches Orchester Vorpommern; Dirigent: Egbert Funk

GASTSPIEL
Ein Tritt frei

Kabarett Sägefische

Freitag, 5. März, 20.00 Uhr
Samstag, 6. März, 20:00 Uhr
Gustav-Adolf-Saal

PREMIERE
Salonorchester „Blauer Pavillon“
Der Frühling ist die schönste Zeit

Samstag, 6. März, 15.00 Uhr Ausverkauft!

Theater Stralsund (Foyer)

Der nahende Frühling wird von unserem Salonorchester „Blauer Pavillon“ mit einem bunten Strauß herrlicher Melodien begrüßt. Zusammen mit Anette Gerhardt und seinem musikalischen Leiter Osmar Siegler bietet es so unverwüstliche Evergreens wie „Ja, so singt man nur in Wien“, „Großmütterlein“, „Wir träumen bei singenden Geigen“, aber auch eher unbekannte Kostbarkeiten wie z. B. Karl Komzáks „Volksliedchen“.

Soul Pictures
Zwei Ballette von Ralf Dörnen

Samstag, 6. März, 19.30 Uhr

Theater Stralsund (Großes Haus)

Musik: Soul der 1950er Jahre bis heute sowie Giya Kancheli „Vom Winde beweint“ (Musik vom Band)
Choreographie und Inszenierung: Ralf Dörnen
Bühne und Kostüme: Cornelia Brey

Mit: Paloma Figueroa, Margaret Howard, Ayako Nomura, Yoko Osaki, Vanessa Perrier, Khrystyna Polyanska, Virginia Segarra Vidal; André Luiz Costa, Janos Andreas Frydenlund, Marc Ibáñez, Armen Khachatryan, Simon Kranz, Emmanuel Roy, Alexander Simpkins

In diesem Ballettabend zeichnet Ralf Dörnen „Soul Pictures“ – Seelenbilder. So ist ihm Soulmusik eine ebenso reiche Inspirationsquelle wie das zeitgenössische Werk „Vom Winde beweint“ des Georgiers Giya Kancheli. 16 Ohrwürmer von Soulgrößen wie James Brown, Dionne Warwick oder Aretha Franklin sind Inspiration für kleine Geschichten von Freud, Leid, Sehnsucht und Liebeskummer.

Ein Gegenpol ist die tänzerische Umsetzung des 1990 von Giya Kancheli komponierten viersätzigen Werks für Orchester und Solo-Viola „Vom Winde beweint“. Eine Musik, die von dynamischen Tempoveränderungen geprägt ist. Kompliziert und einfach zugleich, bleibt sie immer originär.

GASTSPIEL
...Un Baben wahnen de Engel

Lustspiel von Jens Exler

Fritz-Reuter-Bühne Schwerin

Sonntag, 7. März, 18.00 Uhr
Theater Stralsund (Großes Haus)

Die altjüngferlichen Geschwister Helene und Elvira Engel würden aus ihrer kleinen Dachwohnung gern in die größeren Räume im Parterre ziehen, doch der Hauswirt vergibt die untere Wohnung laufend an andere Mieter. So erfinden die beiden Damen einen Poltergeist, der so auf die Nerven geht, dass sie damit schon drei Familien vergrault haben. Nun aber zieht ihr Neffe Klaus als Untermieter bei ihnen ein. Als er durch Zufall Zeuge wird, wo der Unhold haust, nimmt er alle Fäden in die Hand. Doch jetzt wird es erst richtig gespenstisch - plötzlich ist Tante Elvira über Nacht spurlos verschwunden, die Kassette mit allem Geld auch, und der Hauswirt scheint ein Kapitalverbrechen aufklären zu müssen…

Gastspiel

Dance Master
Best of Irish Dance

Dienstag, 9. März, 19.30 Uhr Ausverkauft!

Theater Stralsund (Großes Haus)

Letzte Vorstellung + Theatertag (Einheitspreis von 7 Euro auf allen Plätzen!)

Fidelio

Oper von Ludwig van Beethoven

Donnerstag, 11. März, 19.30 Uhr
Theater Stralsund (Großes Haus)

Inszenierung: Anton Nekovar
Bühne und Kostüme: Sabine Lindner
Chöre: Thomas Riefle / Günther Wolf

Mit Eva Resch, Anna Ryan (Leonore); Bernhard Leube, Benno Remling, Michael Renier (Florestan), Bryan Rothfuss, Noriyuki Sawabu; Opernchor des Theaters Vorpommern, Singakademie Stralsund; Philharmonisches Orchester Vorpommern.

Schauplatz der Handlung ist ein Gefängnis im spanischen Sevilla. Unter dem Decknamen Fidelio lässt sich Leonore als männlicher Gehilfe des Kerkermeisters Rocco einstellen. Sie ahnt, dass zu den von Rocco betreuten Gefangenen auch ihr Ehemann Florestan gehört. Ihr Plan ist es, bis zu Florestan vorzudringen und ihn vor der Ermordung durch seinen Erzfeind, den Gouverneur Don Pizzaro, zu retten und zu befreien.

Am 23. Mai 1814 kam „Fidelio“ am Kärntnertor-Theater Wien unter Leitung des Komponisten zur Uraufführung. Der Erfolg war gemessen an der hohen Bedeutung der Komposition zunächst gering. In politisch unruhigen Zeiten war eine Freiheits- bzw. Rettungsoper nicht das rechte Werk. Außerdem hat man sich immer wieder mit dem teilweise naiven Text schwer getan. Doch im Laufe des 19. Jahrhunderts setzte sich die Erkenntnis durch, dass Beethoven mit „Fidelio“ einen neuen Werktypus in der Vereinigung realistischer und romantischer Wesenszüge mit einer humanistischen Aussage geschaffen hatte.

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