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03.02.10 13:09

Elternbeiträge in kommunalen Kitas werden angepasst

Kategorie: Allgemeines

Die Elternbeiträge in den kommunalen Kindertagesstätten der Universitäts- und Hansestadt Greifswald werden ab Februar angepasst. Wie das Amt für Jugend, Soziales und Familie mitteilte, müssen Eltern für Kindergartenplätze künftig mehr bezahlen, dagegen sinken die Beiträge für die Teilzeit- und Halbtagsbetreuung in den Krippen.

Insgesamt 1.900 Beitragsbescheide werden nun neu geschrieben. Der Bereich Kindertagesstätten bleibt darum bis 5. Februar geschlossen. Ab 9. Februar stehen die Mitarbeiterinnen wieder zu den Sprechzeiten zur Verfügung.

Für einen Ganztagsplatz im Kindergarten müssen Eltern ab Februar bis zu 50 Euro mehr bezahlen, für einen Halbtagsplatz sind es rund 15 Euro. Auch ganztägige Krippenplätze werden teurer, während Halbtags- und Teilzeitplätze bis zu 30 Euro günstiger werden. Kostete beispielsweise ein Ganztagsplatz im Kindergarten „Zwergenland“ bislang 132,49 Euro, sind es ab diesem Monat 178,98 Euro. Für eine 6-stündige Teilzeit-Betreuung in der dortigen Krippe sinken die Kosten von 183,31 auf 163,71 Euro.

Hauptgrund für die gestiegenen Beiträge seinen die hohen Personalkosten, erklärte Dirk Scheer, Leiter des Amtes für Jugend, Soziales und Familie. So seien in den letzten Jahren die Tarifsteigerungen nicht umgelegt worden. Dies gelte auch für die zusätzlichen Stunden, die angesichts des hohen Betreuungsbedarfs gewährt wurden. Mit dem Abschluss der neuen Verträge müssten diese nun aber mit eingerechnet werden.

Allerdings hoffe er, dass sich die Situation zum Jahresende entspanne. Für das vierte Quartal werde eine zusätzliche Finanzspitze der Landesregierung erwartet, die bei rund 160.000 Euro liegen könnte. Zusammen mit den höheren Zuschüssen vom Land angesichts gestiegener Kinderzahlen können die Elternbeiträge dann wieder leicht gesenkt werden. Ende des Jahres werde darum erneut mit allen Kindertagesstätten verhandelt. Dabei kämen noch einmal sämtliche Leistungen und Kosten auf den Prüfstand.

„Natürlich ist auch die Stadt an niedrigeren Platzkosten interessiert, schließlich sitzen wir mit den Eltern in einem Boot“, verdeutlicht Dirk Scheer, „denn die Platzkosten teilten sich Eltern und Stadt gleichermaßen. Und verdienen Eltern nicht genügend, dann übernimmt die Stadt auch noch deren Anteil. Das betrifft immerhin 45 Prozent aller Eltern.“

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