123

Geschichte Greifswalds

  • 1199
    Dänische Zisterziensermönche, die 1172 in Dargun bei Demmin ein Kloster gegründet hatten, gründen an der Ryckmündung das Kloster Eldena.

  • 1248
    Erste urkundliche Erwähnung des "oppidum Gripheswald"

  • 1264
    Alt- und Neustadt werden unter einem Rat vereinigt, gleichzeitig erhält die Stadt das Verteidigungs- und Befestigungsrecht.

  • 1299
    Greifswald gehört zu den Mitbegründern des Städtebundes der Hanse.

  • 17.10.1456
    Stiftung der Universität durch Bürgermeister Heinrich Rubenow. Die Universität ist nach Rostock die zweitälteste in Nordeuropa.

  • 1534
    Nach dem Landtag von Treptow setzt sich auch in Greifswald die Reformation durch.

  • 1539
    Wiedereröffnung der Universität als evangelische Hochschule

  • 1631
    Die Schweden belagern Greifswald und nehmen die Stadt kampflos ein.

  • 1648
    Im Friedensschluß von Osnabrück (westfälischer Frieden) erhält Schweden mit Vorpommern und Rügen auch Greifswald.

  • 1678
    Brandenburgische Truppen belagern, beschießen und erobern die Stadt. 30 Häuser sind völlig zerstört. Der beschädigte Marienkirchturm wird verkürzt und erhält den heutigen Helm.

  • 1713
    Ein Stadtbrand zerstört 36 Häuser oder beschädigt sie schwer, darunter auch das Rathaus.

  • 1736
    Einem zweiten Stadtbrand fallen 28 Häuser zum Opfer, 32 weitere sind schwer beschädigt. Das Rathaus brennt bis zum Erdgeschoß ab.

  • 1774
    Am 5. September wird Caspar David Friedrich, der bedeutendste Vertreter der romantischen Landschaftsmalerei, in Greifswald geboren.

  • 1815
    Schwedisch-Vorpommern gelangt durch Verkauf an Preußen.

  • 1856
    Beginn der großzügigen Erweiterung und Vertiefung des Hafens Greifswald und des Vorhafens Wieck. Die nördliche Stadtmauer und die Reste der Tore und Türme bis auf den „Vangenturm“ und das 1832/33 erbaute Steinbeckertor werden abgebrochen, es entsteht ein völlig neues und verbreitertes Bollwerk, in Wieck die Nord- und Südmole. Handel, Schiffbau und Schiffahrt gelangen zu einer letzten Blüte.

  • 1856
    Anläßlich der 400-Jahrfeier der Universität Enthüllung des Rubenowdenkmal und Grundsteinlegung für die Medizinische Klinik durch König Friedrich Wilhelm IV.

  • 1863
    Greifswald erhält Anschluß an die Berlin-Stettiner Eisenbahn. Gleichzeitig entsteht die Eisenbahnhauptwerkstatt, ein größerer Industriebetrieb.

  • 1893
    Der große Erzähler Hans Fallada, mit bürgerlichem Namen Rudolf Ditzen, wird am 21. Juli als Sohn eines Landrichters geboren.

  • 1903
    Das ab 1901 erbaute Elektrizitätswerk liefert den ersten Strom.

  • 1906
    In ärmlichen Verhältnissen wird am 23. Juni Wolfgang Koeppen geboren. Er gehört zu den herausragenden Autoren der Moderne.

  • 01.04.1913
    Greifswald, dessen Einwohnerzahl 25 000 überschritten hat, erhält die Kreisfreiheit.

  • 1925
    Großzügiger Plan für einen Neubaukomplex der Universität. Gebaut werden allerdings nur die Hautklinik, die Hals-Nasen-Ohren-Klinik sowie das Aboretum.

  • 1939/1945
    Die Stadt bleibt von Luftangriffen weitgehend verschont und ist deshalb im April 1945 mit Verwundeten und Flüchtlingen überfüllt.

  • 30.04.1945
    Kampflose Übergabe der Stadt an die Rote Armee durch eine Gruppe um den Stadtkommandanten Oberst Rudolf Petershagen. Menschenleben werden gerettet und die Stadt bleibt unzerstört. Die Einwohnerzahl steigt auf über 50 000.

  • 28.04.1967
    Beginn der Ansiedlung von Großindustrie - Nachrichtenelektronik

  • 1968
    Beginn der Erschließungsarbeiten für ein Kernkraftwerk in der Lubminer Heide, 20 km von der Stadt entfernt.

  • 01.04.1969
    Grundsteinlegung für neue Stadtteile. Durch ausschließliche Anwendung der Plattenbauweise entsteht in den Folgejahren eine Teilstadt für etwa 35 000 Bewohner, überwiegend Neubürger.

  • 1973
    Inbetriebnahme des ersten Blockes des VEB Kernkraftwerke "Bruno Leuschner" Greifswald

  • 1986
    Nach rigorosem Flächenabbruch beginnt der Wiederaufbau im Umgestaltungsgebiet ausschließlich in industrieller Plattenbauweise. Auch historische und architektonisch sehr wertvolle Häuser sind vorher abgebrochen worden. Daran entzündet sich der Widerstand bei historisch und denkmalpflegerisch interessierten Bürgern, der im Herbst1989 zur Gründung der Bürgerbewegung „ Altstadtinitiative“ führt.

  • 11.06.1989
    Wiedereinweihung des seit 1977 sanierten und restaurierten Domes St. Nikolai.

  • 09.05.1990
    Demokratische Wahl eines neuen Stadtparlaments

  • 1990
    Die Stillegung des Kernkraftwerkes und die personelle Reduzierung im ehemaligen Werk für Nachrichtenelektronik leiten einen Strukturwandel der wirtschaftlichen Entwicklung ein. Die Universität rückt stärker in das Blickfeld. Statt durch den Ersatzneubau beginnt die Altstadtsanierung durch Restaurierung und Wiederaufbau.

  • 1991
    Feierliche Wiedereröffnung der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät

  • 1994
    Greifswald entwickelt sich mit dem Baubeginn eines Biotechnikums nach dem bereits 1991 eingerichteten Technolgiezentrum zum regionalen Technologiestandort. Durch die Zusammenarbeit von Forschung und Industrie soll die Ansiedlung von Unternehmen mit innovativen Ideen gefördert werden.

  • 1995
    Greifswald wird Sitz des Landesverfassungsgerichtes Mecklenburg-Vorpmmern. Daneben arbeiten in der Stadt das Amtsgericht und das Verwaltungsgericht Greifswald, sowie das Finanzgericht und das Oberverwaltungsgericht Mecklenburg-Vorpommern.

Zoom Archiv Animation

Haus neuer Medien GmbH
@hnm.de